Waldkindergarten Wuppertal

Konzept


Die pädagogische Begleitung der Kinder basiert insbesondere auf vier Grundlagen: der direkte Umgang mit der Natur (Natur), die empathische Bindung und Beziehung (Bindung), die ganzheitliche Sicht auf die vielfältigen Bedürfnisse und Entwicklungsprozesse (Ganzheitlichkeit) sowie der Freiraum für selbständige und lebenspraktische Projekte (Selbständigkeit).

 

Natur
„Die alten Dakota waren weise. Sie wussten, dass das Herz eines Menschen, der sich der Natur entfremdet, hart wird; sie wussten, dass mangelnde Ehrfurcht vor allem Lebendigen und allem, was da wächst, bald auch die Ehrfurcht vor dem Menschen absterben lässt. Deshalb war der Einfluss der Natur, die den jungen Menschen feinfühlig machte, ein wichtiger Bestandteil ihrer Erziehung.“ (Luther Standing Bear)


Kinder brauchen den direkten Kontakt und Umgang mit der Natur für eine gesunde und ganzheitliche Entwicklung. Der Mensch ist ein untrennbarer Teil der Natur und daher brauchen Kinder das Beisammensein mit Ihresgleichen – den Tieren und Pflanzen, den Elementen Erde und Wasser und der frischen Luft.

  

Bindung
„Wenn dem Kind durch die Erfahrung des Getragenwerdens und der Geborgenheit alle damit verbundene Sicherheit und Anregung in vollem Maße zuteil geworden sind, kann es sich dem Kommenden, dem Draußen, der Welt jenseits der Mutter, freudig zuwenden, voller Selbstvertrauen und gewöhnt an ein Wohlgefühl, das seine Natur aufrechtzuerhalten neigt. Erwartungsvoll sieht es der nächsten Folge angemessener Erfahrungen entgegen.“ (Jean Liedloff)


Bindung ist ein Primärbedürfnis. Die Entwicklung von Kindern wird maßgeblich durch Beziehungserfahrungen bestimmt. Bindung und Bildung stehen in einem engen, untrennbaren Zusammenhang. Der Austausch mit wichtigen Bezugspersonen ist Grundvoraussetzung dafür, dass das Kind ein Gefühl für sich selbst entwickeln kann.

  

Ganzheitlichkeit
„Und es gibt Hundert doch. Ein Kind ist aus hundert gemacht. Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände, hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu spielen, zu sprechen. Hundert, immer hundert Weisen zu hören, zu staunen, zu lieben, hundert Freuden zu Singen und zu Verstehen. Hundert Welten zu entdecken, hundert Welten zu erfinden, hundert Welten zu träumen. Ein Kind hat hundert Sprachen.“ (Loris Malaguzzi)


Wir sind offen für eine ganzheitliche Sicht auf das Kind und einen ganzheitlichen Umgang miteinander. Ganzheit bedeutet für uns, das Kind als geistigen, seelischen, fühlenden, körperlichen und sozialen Menschen anzunehmen. Ganzheitliche Bildung ist Lernen mit allen Sinnen, Lernen mit Verstand, Gemüt und Körper.

  

Selbständigkeit
„Hilf mir es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es selbst tun. Habe Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus Ihnen kann ich lernen.“ (Maria Montessori)


Wir vertrauen den Kompetenzen und den inneren Ressourcen der Kinder und trauen ihnen eine selbständige und eigenständige Entwicklung zu. Die Kinder werden in der Umsetzung ihrer eigenen Projekte begleitet und sie erhalten den Freiraum für ihre eigenen Ideen und die notwendige Unterstützung. Selbständigkeit wird, wenn sie vom Kind ausgeht, gefördert – Selbständigkeit wird jedoch nicht gefordert.

 


 

 

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